Chefarzt Prof. Dr. Reinhard Mörz
Facharzt für Innere Medizin,
Additiv-Facharzt für Kardiologie und Angiologie

OA Dr. Beate Mörz
Facharzt für Innere Medizin,
Additiv-Facharzt für Angiologie
Dienstleistungen

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Herz-Kreislaufdiagnostik

Elektrokardiogramm (EKG)
Eine wichtige Untersuchungsmethode in der Kardiologie ist das Elektrokardiogramm (EKG). Dabei wird die Aktivität der Herzmuskelfasern über am Oberkörper angebrachte Elektroden aufgezeichnet. Das Herz verursacht beim Schlagen bzw. Pumpen eine Potentialänderung, welche beim EKG gemessen und und im EKG-Diagramm auf einer Zeitachse in Kurvenform aufgetragen wird. Mit Hilfe der Grösse, Richtung und Dauer der gemessenen Spannungsänderungen, die im Diagramm aufgezeichnet wurden, kann eine ausführliche Diagnose des Herzens durchgeführt werden.

Weitere Informationen zur Entstehungsgeschichte und zur Funktionsweise des EKG finden Sie auch hier:

Computer-Farbdoppler-Echokardiographie
Die Ultraschall- und Dopplertechnik (Messung Fluss/Geschwindigkeit) erlaubt eine Echtzeitdiagnostik der Herzbewegung und -funktion, der Herzstrukturen (Grösse der Herzhöhlen, Dicke des Herzmuskels, der Herzklappen) sowie angeborener oder erworbener Herzfehler; dabei wird der Blutflussstrom - sowohl dessen Richtung und Stärke als auch mögliche Verwirbelungen - für den untersuchenden Arzt visuell wahrnehmbar. Dies erlaubt eine detaillierte Diagnose und macht diese Untersuchung zu einem unverzichtbaren Bestandteil jeder Herzuntersuchung.

Weitere Informationen über die Funktionsweise der Computer-Farbdoppler Echokardiographie finden Sie auch hier:

High resolution EKG-Spätpotentiale
Diese computergestützte Spezial-Analyse des Elektrokardiogramms erlaubt eine Erfassung von Mikroströmen des Herzens, die insbesondere nach Herzinfarkten von Bedeutung sind, da sie die Erkennung eines bevorstehenden plötzlichen Herztodes ermöglichen.

Weitere Informationen über EKG-Spätpotentiale finden Sie auch hier:

Ergometrie
Bei der Ergometrie wird eine EKG-Messung im Belastungszustand durchgeführt; die Belastung wird hierbei durch ein Ergometerfahrrad simuliert. Allgemein wird diese Untersuchung zur Erfassung der Herzleistung genutzt und vor allem bei Patienten mit bereits bekannter koronarer Herzerkrankung eingesetzt um deren Grad der Gefährdung genauer abschätzen zu können. Sie dient auch zur Entdeckung von Herzkranzgefässerkrankungen, Herzrhythmusstörungen sowie zur Bestimmung der optimalen Trainingsherzfrequenz beim Sport; ein weiteres Einsatzgebiet liegt in der Rehabilitation nach einem Infarkt. Nach einer Studie der "Framingham Heart Study in Circulation" (2004, 10.1161/01.CIR.0000143226.40607.71) ist eine Ergometrie auch bei bisher kardiologisch unauffälligen Patienten sinnvoll, da ein direkter Zusammenhang zwischen dem Leistungsvermögen bei dieser Untersuchung und dem Herzinfarktrisiko nachgewiesen werden konnte.

Weitere Informationen über die Ergometrie-Untersuchung finden Sie auch hier:

Herz-Sportdiagnostik-Belastungstest mit Laktatanalyse
Bei diesem Belastungstest wird zusätzlich zur Ergometrie eine Laktatdiagnostik (Milchsäurespiegel-Bestimmung) durchgeführt. Auf diese Weise kann die sogenannte "aerobe Schwelle" bestimmt werden; dieser Wert ist für ein optimales Aufbautraining relevant.

Weitere Informationen zur aeroben Schwelle finden Sie auch hier:

Holter-EKG, 24-Stunden Langzeit-EKG
Beim 24-Stunden Langzeit-EKG erfasst ein nur 100g schwerer Minicomputer über einen Zeitraum von 24 Stunden den Herzrhythmus. Dabei wird ein EKG auf drei Kanälen aufgezeichnet, um eine Analyse von Rhythmusstörungen, Herzsensationen ("Herzstolpern") oder Herzjagen zu ermöglichen. Zusätzlich erlaubt die Untersuchung eine präventive Erkennung von Durchblutungsstörungen - auch jenen, die keine wahrnehmbaren Beschwerden verursachen, wie etwa die stumme "Ischämie". Das 24-Stunden Langzeit-EKG ermöglicht auch eine Analyse der Herzfrequenzvariabilität und damit die Einstufung der Gefahr eines plötzlichen Herztods.
24 Stunden Blutdruckmonitoring (ABP Monitoring)
Ein ambulantes Blutdruckgerät misst über den Zeitraum eines Tags und einer Nacht in regelmässigen Intervallen den Blutdruck; aus diesen Daten wird ein Blutdruckprofil über die aufgezeichneten 24 Stunden erstellt. So ist neben der Kontrolle von Hochdruck-Therapien auch ein Erfassen des "Ordinationshochdrucks" und ein Erkennen von nächtlichen Hodchdruckspitzen möglich. Letztere sind besonders relevant, da sie ein eindeutigies Risiko für Herz und Hirngefässe (Schlaganfall) darstellen.

Weitere Informationen über die 24h-Blutdruckmessung finden Sie auch hier:

Kipptischuntersuchung
Die Kipptischuntersuchung ist eine spezielle Herz-Kreislauf-Diagnostikmethode zur Diagnose von Kreislaufstörungen; sie wird besonders bei bei wiederholten, unklaren Kollapszuständen und Synkopen eingesetzt. Der Patient wird dabei auf einem Kipptisch - unter Überwachung per EKG und Blutdruckmessung - in 60-gradiger Aufrechtposition gelagert um so Rückschlüsse auf das Krankheitsbild zu erzielen.
Nächtliche Pulsoxymetrie
Bei dieser Untersuchung wird während der Nacht die Sauerstoffsättigung des Blutes mit Hilfe eines an einem Finger fixierten Lasersensors gemessen. Die vom Messgerät gespeicherten Daten werden am folgenden Morgen von einem Computer ausgewertet. Dabei können nächtliche Sauerstoffmangelzustände erkannt werden, die etwa durch schlechte Herzleistung, ungenügende Lungenfunktion oder nächtliche Atemstörungen (Schlafapnoe) hervorgerufen werden können.
Polysomnographie / Schlaf-Apnoe-Syndrom Messung
Schlaf-Apnoe (SAS) ist eine in 2 bis 4 Prozent der Bevölkerung vorkommende Störung, die mit zunehmendem Alter häufiger auftritt. Sie führt zu Atemstillständen während des Schlafens und dadurch zu Sauerstoff-Mangelzuständen im Hirn. Diese Atempausen nimmt die betroffene Person während des Schlafes nicht wahr und werden deshalb oft nur von Angehörigen bemerkt. SAS äussert sich etwa durch extreme Tagesmüdigkeit, Einschlafneigung bei monotonenen Tätigkeiten tagsüber und lautes, unregelmässiges Schnarchen. Spätfolgen des Schlaf-Apnoe-Syndroms sind Hochdruck, Schlaganfall sowie Herz- und Potenzprobleme.

Um eine mögliche Gefährdung zu erkennen, werden die folgenden Messwerte mit Hilfe eines Minicomputers registriert:

  • Sauerstoffsättigung des Blutes,
  • Brustkorb- und
  • Bauchbewegung der Atmung mittels Straingauge-Messfühlern,
  • Herzfrequenzpuls,
  • Atemströmung mit einer Nasenmess-Sonde,
  • Atem-/Schnarchgeräusche mittels Mikrofon,
  • Registrierung der Körperlage (Rücken, Seite, Bauch, etc.) als auch
  • fakultativ die Bewegung mittels Bewegungssensor.

Weitere Informationen zur Polysomnographie finden Sie hier:

Weitere Informationen zum Thema Schlafapnoe-Syndrom finden Sie hier:

SAS-Screening mit Langzeit-EKG
Beim SAS-Screening wird über einen Zeitraum von bis zu sieben Tagen eine EKG-Aufzeichnung durchgeführt. Mit Hilfe eines speziellen Computerprogramms können die registrierten Daten auf Schlafapnoe-Phasen untersucht werden. Das Programm erkennt auf diesem Weg mit 95% Wahrscheinlichkeit eine SAS-Erkrankung. Die Untersuchung stellt für die untersuchte Person keine weitere Belastung dar, lediglich die Auswertung ist mit einem erhöhten Zeitaufwand verbunden.

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